Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung – die medizinische Sprachprüfung für Ärzte und Apotheker

Ärzte, Zahnärzte und Apotheker, die ihren Abschluss außerhalb Deutschlands erworben haben, müssen vor der Erteilung der Approbation oder Berufserlaubnis die Fachsprachprüfung ablegen – eine medizinische Sprachprüfung auf C1-Niveau. Ein allgemeines B2-Zertifikat ist Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung, doch die Kammer prüft etwas anderes: ob Sie sicher auf Deutsch mit Patienten und Kollegen kommunizieren können.
Wie läuft die Prüfung ab?
Die Fachsprachprüfung wird von der zuständigen Ärzte- oder Apothekerkammer des jeweiligen Bundeslandes organisiert und dauert ca. 60 Minuten. Sie gliedert sich in drei Abschnitte von je 20 Minuten:
- Patientengespräch (Anamnese). Ein Schauspieler oder Prüfer übernimmt die Patientenrolle; Sie erheben die Anamnese in verständlicher, nichtmedizinischer Sprache und erläutern das weitere Vorgehen.
- Schriftliche Dokumentation. Auf Grundlage des Gesprächs verfassen Sie Notizen und einen kurzen Arztbrief mit medizinischer Fachterminologie und Abkürzungen.
- Arzt-Arzt-Gespräch. Sie übergeben den Fall an einen Kollegen oder Vorgesetzten, beantworten Rückfragen und schlagen Diagnostik sowie Therapie vor.
Bewertet wird die Sprache, nicht das medizinische Fachwissen – ohne sicheren Wortschatz und geübte Ausdrucksweise lässt sich die Prüfung jedoch kaum bestehen. Die Prüfungsgebühr liegt je nach Bundesland zwischen 350 und 500 Euro. Die für Ihr Bundesland zuständige Kammer finden Sie in unserem Leitfaden zur Anerkennung.
Was Sie im Vorbereitungskurs lernen
Unsere Lehrkräfte bereiten Sie – unterstützt von Ärzten mit Berufserfahrung in Deutschland – im Einzel- oder Kleingruppenunterricht über sechs bis zwölf Wochen vor, je nach Ihrem Ausgangsniveau. Auf praxisnahe und abwechslungsreiche Weise lernen Sie:
- Anamnesen zu erheben und Gespräche mit Patienten und deren Angehörigen zu führen, einschließlich schwieriger Gespräche;
- Fachbegriffe in patientenverständliche Sprache zu übersetzen und umgekehrt;
- mit Kollegen über Aufgaben, Patienten und Schichtübergaben zu sprechen;
- medizinische Dokumentation, Entlassbriefe und Überweisungen korrekt zu erstellen;
- Rezepte und Anordnungen zu schreiben;
- den Fachwortschatz Ihrer Fachrichtung zu vertiefen und zu erweitern.
Jede Unterrichtseinheit simuliert einen Prüfungsabschnitt, sodass Sie mit Dutzenden geübten „Patientengesprächen“ in die eigentliche Prüfung gehen. Der Unterricht findet online und live mit einer Lehrkraft statt und lässt sich flexibel in Ihren Arbeitsalltag integrieren.
Wer muss die Prüfung ablegen – und wer nicht?
- Ärzte, Zahnärzte, Apotheker: verpflichtend in allen Bundesländern.
- Pflegefachkräfte und medizinische Fachangestellte: In den meisten Bundesländern genügt ein allgemeines B2, einige Bundesländer verlangen jedoch zusätzlich eine Fachsprachprüfung Pflege oder den telc B1·B2 Pflege. Informieren Sie sich über die Regelungen Ihres Bundeslandes in unserem Leitfaden.
- Physiotherapeuten: in der Regel allgemeines B2, vereinzelt auch eine fachsprachliche Überprüfung.
So starten Sie
Bewerben Sie sich über unser Kandidatenformular und geben Sie Ihren Beruf, das Bundesland, in dem Sie arbeiten möchten, sowie Ihr aktuelles Sprachniveau an. Für Ärzte und Apotheker, die wir vermitteln, ist die Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung fester Bestandteil des Programms – Termine, Lerntempo und Kosten werden vorab gemeinsam abgestimmt.
Jetzt bewerben und erfahren, wie der Weg bis zur Approbation und zum Berufsstart aussieht.
Wie gut ist Ihr medizinisches Deutsch?
Fachsprachtest B1–C1: Übergabe, Patientengespräch und die Sprache des Arztbriefs. Ergebnis sofort.
Füllen Sie die kurze Bewerbung aus – wir melden uns mit einem konkreten Plan für Ihre Situation. Jetzt bewerben →


